Gecko in der Thüringer Allgemeine

Operationsmissionen im Zeichen des Geckos

Erfurter Verein engagiert sich für hilfebedürftige Kinder in Kambodscha und erweitert seine ehrenamtlichen OP-Reisen in die Provinz.

Erfurt. Unter dem Zeichen des Geckos agiert der Erfurter Verein „Gecko Kinderhilfe Südostasien“ seit einigen Jahren. Er finanziert unter anderem Operationsmissionen, bei denen ein Team des Nationalen Kinderkrankenhauses der Hauptstadt Phnom Penh in kambodschanische Provinzkrankenhäuser reist, um dort kostenlos und ehrenamtlich Kinder aus Dörfern der Region zu operieren.

„Bislang haben wir das einmal jährlich organisiert“, berichtet Krystof Cihar vom Verein, der gerade von einer solchen OP-Mission zurück nach Erfurt gekommen ist. „Künftig werden wir jährlich eine große und zwei kleinere OP-Reisen absolvieren“, erklärt er. Der Bedarf ist da, wäre sogar noch größer. Aber die Ärzte- und OP-Mannschaft muss ja für diese Zeit vom normalen Dienst im Kinderkrankenhaus der Hauptstadt freigestellt werden und verdient auch nichts.

54 Kinder an einem Wochenende wurden bei der Aktion in diesem Sommer operiert. 25 Ärzte, Pfleger und Anästhesisten kümmerten sich um die jungen Patienten. 178 Kinder und Jugendliche waren zur Konsultation erschienen. Auch diesmal haben Vereinsmitglieder dringend benötigtes medizinisches Material übergeben und sammeln in Deutschland schon für die nächsten Reisen, weil hier vieles vorm Ablauf des Verfallsdatums einfach weggeworfen wird. Mit im Gepäck war in diesem Jahr ein Laryngoskop in Kindergröße für Kehlkopfoperationen. Eine Woche lang waren die Mediziner im Norden Kambodschas unterwegs. „Wir haben festgestellt, dass es auch Gegenden gibt, in denen kleinere Teams ausreichen, weil dort einfach weniger Menschen leben, für die das Angebot die einzige Chance ist.

Bei der jüngsten OP-Tour hat der Verein in Phnom Penh eine Patientenküche für die chirurgische Abteilung des Kinderkrankenhauses übergeben. „Und wir haben gemerkt, dass in den Provinzkrankenhäusern einfach alles fehlt. Vom Verbandsmaterial bis zum Monitor zur Patientenüberwachung“.

Den Original-Artikel der Thüringer Allgemeine findet Ihr hier: Thüringer Allgemeine

Den Original-Artikel der Thüringer Landeszeitung (TLZ) findet Ihr hier: TLZ